In Troisdorf begegnet man häufig einem spezifischen geotechnischen Bild: quartäre Terrassenkiese wechseln kleinräumig mit weichen Auelehmschichten der Agger und Sieg. Wer im Gewerbegebiet Spich oder nahe der Innenstadt ein Bauvorhaben plant, muss diese Wechsellagerung zwingend in der Gründungsbemessung berücksichtigen. Eine steife Plattengründung verteilt die Lasten großflächig und gleicht unterschiedliche Steifigkeiten im Baugrund aus. Die Kombination mit einer Sondierung nach SPT liefert dabei die notwendigen Kennwerte für die Setzungsberechnung, während die Korngrößenanalyse die Durchlässigkeit der anstehenden Kiese klassifiziert. Ohne diese Voruntersuchungen bleibt die Bemessung der Bodenplatte eine unsichere Abschätzung, die spätere Schäden kaum ausschließen kann.
Die Bettungsmoduln in Troisdorf variieren zwischen unter 8 MN/m³ im Auelehm und über 25 MN/m³ im Terrassenkies – entscheidend für die Plattendimensionierung.
Leistungsmerkmale in Troisdorf

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Typische technische Herausforderungen in Troisdorf
Die städtebauliche Entwicklung Troisdorfs von einer agrarisch geprägten Siedlung zum Industriestandort hat zu einer heterogenen Bebauungsstruktur geführt. Besonders in den Nachkriegserweiterungen wurden Senken und alte Flussarme der Agger überbaut, ohne dass eine flächendeckende Baugrundverbesserung stattfand. Heute zeigt sich das Risiko in Form von differentiellen Setzungen, wenn eine schlaff bewehrte Bodenplatte auf unerkannten Weichschichten aufliegt. In Troisdorf-Mitte liegt die grundwasserführende Schicht zudem saisonal nur 1,5 bis 2,5 Meter unter GOK, was bei Auftrieb und ungleichmäßiger Durchfeuchtung zu Steifigkeitsverlusten im Auelehm führt. Eine Plattengründung ohne ausreichende Steifigkeit wird dann zum Risikofaktor: Es entstehen Risse in nichttragenden Wänden, schief stehende Fensterstöcke und im Extremfall unbrauchbare Anschlüsse an die Kanalisation. Das Ingenieurteam gleicht diese Risiken durch konservative Setzungsberechnungen und den Ansatz ausreichender Sicherheitsbeiwerte nach EC 7-1 (EN 1997-1:2004) ab und ergänzt das Konzept bei Bedarf um eine gezielte Baugrundverbesserung mittels Schottersäulen in den Auelehmzonen.
Unsere Leistungen
Die Tragwerksplanung für eine Plattengründung in Troisdorf erfordert eine enge Verzahnung von Baugrunderkundung und statischer Berechnung. Unser Leistungsspektrum deckt die wesentlichen Schritte von der Felduntersuchung bis zur Bewehrungsplanung ab.
Geotechnische Baugrunderkundung für Bodenplatten
Durchführung von Sondierungen und Lastplattendruckversuchen zur Bestimmung der Bettungsmoduln und Steifemoduln in den spezifischen Troisdorfer Bodenschichten. Inklusive Baugrundgutachten nach DIN 4020 mit Angabe der charakteristischen Bodenkennwerte und des Bemessungswasserstands unter Berücksichtigung der Agger- und Sieg-Hochwasserstände.
Statische Bemessung und Bewehrungsplanung
Berechnung der elastisch gebetteten Bodenplatte mittels FEM oder Bettungsmodulverfahren unter Ansatz der örtlichen Lasten aus Hochbau und Nutzung. Ausgabe der Bewehrungspläne nach DIN EN 1992-1-1, abgestimmt auf die Expositionsklassen der Bauteile (XC2/XC3 für Gründungsbauteile im Rheinischen Revier).
Gängige Fragen
Welche Bodenkennwerte sind für die Plattengründungsbemessung in Troisdorf maßgebend?
Maßgebend sind der Bettungsmodul ks und der Steifemodul Es der anstehenden Schichten. In Troisdorf dominieren Terrassenkiese mit hoher Tragfähigkeit (Es 60-120 MN/m²) und eingelagerte Auelehme mit deutlich geringerer Steifigkeit. Die Kennwerte werden durch Drucksondierungen (CPT) und Plattendruckversuche nach DIN 18134 ermittelt. Entscheidend ist die Erkundung der Schichtgrenzen, da bereits kleinräumige Wechsel zu erheblichen Setzungsdifferenzen führen können.
Was kostet die Bemessung einer Plattengründung für ein Einfamilienhaus in Troisdorf?
Für ein typisches Einfamilienhaus in Troisdorf liegt der Aufwand für die kombinierte Baugrunderkundung und statische Bemessung der Bodenplatte zwischen 1.040 und 3.500 Euro. Der Preis hängt vom Erkundungsumfang (Anzahl Sondierungen, Lastplattendruckversuche) und der Komplexität des Gebäudegrundrisses ab. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach Sichtung der Planunterlagen und des Grundstücks.
Muss bei hohem Grundwasserstand in Troisdorf die Bodenplatte anders bemessen werden?
Ja, bei Grundwasserständen unterhalb der Plattensohle muss die Auftriebssicherheit nach DIN 1054 nachgewiesen werden. In Troisdorfer Auelagen kann das Grundwasser bis auf 1,5 m unter GOK ansteigen. Die Platte wird dann entweder dicker ausgeführt und höher bewehrt, oder es wird eine druckwasserdichte Wanne nach DAfStb-Richtlinie «Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton» (WU-Richtlinie) geplant. Die Bemessung berücksichtigt zudem den Auftriebsfall bei Hochwasser der Agger.