Die Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Troisdorf-Spich war fertig geplant. Erste Probebelastungen zeigten dann Setzungen im Randbereich. Der Baugrund enthielt alte Auelehm-Linsen der Sieg, die in den Vorerkundungen nicht aufgefallen waren. Ein klassischer Fall für eine gezielte CBR-Studie für den Straßenentwurf. Wir haben drei Proben aus 0,8 m Tiefe gezogen und im Labor nach DIN 18134 geprüft. Ergebnis: CBR-Wert 4 % an zwei Punkten – zu wenig für die geplante Belastungsklasse Bk3,2. Die Lösung kam mit einem Bodenaustausch von 40 cm und einer kontrollierten Schottersäulen-Verdichtung im Unterbau. Seitdem empfehlen wir jedem Planer in Troisdorf, den CBR-Wert früh in die Entwurfsphase einzubinden.
Ein CBR-Wert unter 10 % im Planum bedeutet fast immer Mehrkosten – die Frage ist nur, ob man sie vor oder während der Bauphase erkennt.
Leistungsmerkmale in Troisdorf

Typische technische Herausforderungen in Troisdorf
Der teuerste Fehler im Straßenbau in Troisdorf ist die Annahme eines pauschalen CBR-Werts aus regionalen Karten. Die Geologische Karte NRW zeigt für die Siegniederung quartäre Lockergesteine – das reicht nicht. Wir sehen regelmäßig Ausschreibungen, die mit einem CBR von 12 % kalkulieren, und dann steht der Bagger in einer weichen Tonlinse mit CBR 3 %. Die Folgen: Die Frostschutzschicht muss doppelt so dick ausgeführt werden, oder es kommt zum Bodenaustausch, den niemand eingeplant hat. Nachforderungen, Bauzeitverzug, Nachtragsverhandlungen. Eine CBR-Studie für den Straßenentwurf mit 8–12 Prüfpunkten auf 500 m Trasse kostet einen Bruchteil davon und liefert die belastbare Grundlage für die Dimensionierung nach RStO. In Troisdorf kennen wir die kritischen Zonen entlang der alten Siegarme.
Unsere Leistungen
Unser Labor in der Region Köln/Bonn deckt die gesamte Kette vom Feldversuch bis zum Prüfbericht ab. Für Troisdorf und Umgebung bieten wir drei CBR-Leistungspakete an:
CBR-Basisstudie für Erschließungsstraßen
8–16 Probenpunkte, Probenahme mit Rammkernsonden, Prüfung bei 4 Wassergehalten. Ergebnisbericht mit CBR-Verlauf und Empfehlung zur Oberbauklasse.
CBR mit Frostsicherheitsnachweis
Zusätzlich zur CBR-Prüfung bestimmen wir die Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB. Relevant für alle Straßen in Troisdorf mit Frosteindringtiefen über 60 cm.
Qualitätskontrolle während der Bauphase
Nachweis des CBR-Werts an der eingebauten Frostschutzschicht. Prüfung am verdichteten Material, inklusive Plattendruckversuch zur Korrelation mit dem Verformungsmodul.
Gängige Fragen
Wie viele Proben brauche ich für eine 300 m lange Anliegerstraße in Troisdorf?
Nach RStO 12 empfehlen wir mindestens 8 Probenpunkte im Abstand von 35–40 m. Bei wechselnden Bodenverhältnissen – wie in der Siegniederung üblich – verdichten wir auf 25 m Abstand, also 12 Punkte. Entscheidend ist, dass der schwächste Punkt erfasst wird, nicht der Durchschnitt.
Was kostet eine CBR-Studie für den Straßenentwurf?
Eine Basisstudie mit 8 Proben und Prüfung nach DIN 18134 liegt zwischen €160 und €310 pro Probe, abhängig von der Anzahl der Wassergehaltsstufen und der Dokumentationstiefe. Das Gesamtpaket für 300 m Trasse inklusive Probenahme und Bericht bewegt sich üblicherweise im Bereich von €1.500 bis €3.000 netto.
Kann ich den CBR-Wert aus der Bodenansprache ableiten?
Nein. Die Bodenansprache nach DIN 4022 gibt Hinweise auf die Bodengruppe, aber nicht auf die Tragfähigkeit. Ein sandiger Kies mit 7 % Schluff kann CBR 40 % oder 12 % haben – das entscheidet der Feinkornanteil und die Lagerungsdichte. Nur die Laborprüfung mit definierter Verdichtung liefert den Wert, den die RStO für die Dimensionierung verlangt.
Welche CBR-Werte fordert die RStO für eine Busspur?
Für eine Busspur mit Belastungsklasse Bk3,2 fordert die RStO 12 auf dem Planum einen CBR-Wert von mindestens 15 %. Liegt der Wert darunter, sind Maßnahmen zur Tragfähigkeitserhöhung erforderlich: Bodenaustausch, Bodenverfestigung mit Bindemitteln oder eine dickere Frostschutzschicht. Wir quantifizieren den nötigen Mehraufwand direkt im Prüfbericht.