Ein Kettenbagger mit Tieflöffel steht auf dem Grundstück, die Zähne greifen in den anstehenden Lehm – das ist meist der Auftakt einer Schürfgrube in Troisdorf. Wir setzen den Bagger gezielt ein, um bis in 3, manchmal 4 Meter Tiefe aufzuschließen, und dokumentieren jede Schicht vor Ort. Anders als eine reine Sondierbohrung liefert die Schürfgrube eine freigelegte Wand, an der man Gefügemerkmale, Verwitterungsgrade und selbst feine Sandlinsen direkt sehen und mit dem Taschenpenetrometer ansprechen kann. In den quartären Ablagerungen der Siegniederung ist diese visuelle Kontrolle Gold wert, weil man oft schon beim ersten Einstich erkennt, ob da eine tragfähige Terrasse oder nur Auelehm ansteht. Ergänzend zur Schürfgrube setzen wir bei tieferen Fragestellungen die Sondierbohrung nach SPT ein, sobald die Gründungssohle unterhalb des Baggerhorizonts liegt, und kombinieren beide Verfahren, wenn der Baugrund in Troisdorf auf engem Raum wechselt.
Eine sauber angelegte Schürfgrube mit abgezogener Wand ist das beste Fenster in den Baugrund, das wir haben – kein Laborversuch ersetzt den direkten Blick aufs Korngefüge.
Leistungsmerkmale in Troisdorf

Demonstration video
Typische technische Herausforderungen in Troisdorf
Die Bodenverhältnisse in Troisdorf-Sieglar und Troisdorf-Mitte unterscheiden sich teils gravierend. Während man im Stadtzentrum und Richtung Bergheim oft auf tragfähige sandige Kiese der Niederterrasse stößt, dominieren in Sieglar und Teilen von Friedrich-Wilhelms-Hütte weiche Auelehme mit setzungsempfindlichen Schichten. Wer dort ohne ausreichende Aufschlüsse gründet, riskiert ungleichmäßige Setzungen, die schon bei zweigeschossigen Wohnbauten zu Rissen führen können. Ein weiterer kritischer Punkt sind verfüllte ehemalige Kiesgruben oder Altarme der Sieg – davon gibt es im Stadtgebiet einige, und sie tauchen in keinem Standardplan auf. Ohne Schürfgrube bleibt so eine Auffüllung unsichtbar, bis der Bagger beim Aushub plötzlich in holzhaltiges oder schlammiges Material gerät. Unser Team hat in Troisdorf schon mehrfach erlebt, dass eine vermeintlich einfache Baugrube durch solche Überraschungen Nachträge im fünfstelligen Bereich auslöste. Mit gezielten Schürfgruben und ergänzenden Rammsondierungen nach DIN EN ISO 22476-2 klären wir diese Risiken ab, bevor der erste Kubikmeter Boden bewegt wird.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum rund um die Schürfgrube deckt die typischen Anforderungen von Bauvorhaben in der Region ab – von der ersten Baugrunderkundung bis zur fachtechnischen Bewertung.
Leichte Schürfgrube nach DIN EN 1997-2
Aufschluss bis 3 m Tiefe mit Bagger oder von Hand. Wir dokumentieren Schichtverlauf, entnehmen gestörte und ungestörte Proben und führen Rammsondierungen direkt an der Grubensohle durch. Ideal für Einfamilienhausgründungen in Troisdorf-Oberlar.
Schwere Sondierbohrung mit Probenahme
Tiefergehende Erkundung mit Rammkern- oder Schneckenbohrung ab 3 m bis 15 m Tiefe. Wir nutzen das Verfahren, wenn unterhalb der Schürfgrube tragfähiger Kies der Niederterrasse nachgewiesen werden muss.
Gängige Fragen
Wie tief muss eine Schürfgrube in Troisdorf für ein Einfamilienhaus reichen?
Die Tiefe orientiert sich an der Gründungssohle und dem Einflussbereich der Lastausbreitung. In Troisdorf empfehlen wir mindestens 2,5 m unter geplanter Kellersohle, bei unterkellerten Bauten also oft 4,5 bis 5 m unter GOK, um sicherzustellen, dass wir die tragenden Kiese erreichen oder organische Lagen ausschließen können.
Was kostet eine Schürfgrube mit Dokumentation in Troisdorf?
Für eine leichte Schürfgrube mit Bagger, fachtechnischer Aufnahme und Kurzbericht liegen die Kosten je nach Tiefe, Zugänglichkeit und Anzahl der Proben zwischen €460 und €850. Eine Kombination mit Rammsondierungen oder Laborversuchen wird gesondert kalkuliert.
Reicht eine Schürfgrube aus, oder brauche ich zusätzlich Bohrungen?
Das hängt vom Baugrund und vom Bauwerk ab. In Troisdorf-Bergheim mit flach anstehendem Kies kann eine Schürfgrube ausreichen. In den Auelehmbereichen von Sieglar oder bei schweren Bauwerken ordnen wir ergänzende Sondierbohrungen oder Drucksondierungen an, um die Tragfähigkeit in größerer Tiefe nachzuweisen.