Troisdorf
Troisdorf, Germany

CBR-Studie für Straßenentwurf in Troisdorf: Tragfähigkeit planbar machen

Die Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Troisdorf-Spich war fertig geplant. Erste Probebelastungen zeigten dann Setzungen im Randbereich. Der Baugrund enthielt alte Auelehm-Linsen der Sieg, die in den Vorerkundungen nicht aufgefallen waren. Ein klassischer Fall für eine gezielte CBR-Studie für den Straßenentwurf. Wir haben drei Proben aus 0,8 m Tiefe gezogen und im Labor nach DIN 18134 geprüft. Ergebnis: CBR-Wert 4 % an zwei Punkten – zu wenig für die geplante Belastungsklasse Bk3,2. Die Lösung kam mit einem Bodenaustausch von 40 cm und einer kontrollierten Schottersäulen-Verdichtung im Unterbau. Seitdem empfehlen wir jedem Planer in Troisdorf, den CBR-Wert früh in die Entwurfsphase einzubinden.

Ein CBR-Wert unter 10 % im Planum bedeutet fast immer Mehrkosten – die Frage ist nur, ob man sie vor oder während der Bauphase erkennt.

Leistungsmerkmale in Troisdorf

In Troisdorf treffen wir häufig auf heterogene Untergründe. Die Terrassenkante der Sieg liefert sandige Kiese, aber auch weiche Aueböden mit hohem Feinkornanteil. Der CBR-Wert schwankt hier auf wenigen Metern massiv. Ein Wert von 15 % neben einem Bereich mit 6 % ist keine Seltenheit. Deshalb arbeiten wir mit engen Probenahmerastern, meist im Abstand von 25 m entlang der Trasse. Die Probenvorbereitung erfolgt nach RStO 12, die Prüfung selbst nach DIN 18134 mit 4,5 kg-Schlaggewicht. Für die oberen Frostschutzschichten kombinieren wir die CBR-Studie oft mit einer Korngrößenanalyse nach DIN EN 933-1, um die Sieblinie direkt mit dem Verdichtungspotenzial abzugleichen. Der CBR-Wert bei optimalem Wassergehalt und 100 % Proctordichte ist das Maß, nach dem der Straßenoberbau dimensioniert wird – hier wird nicht gemittelt, hier wird der schwächste Punkt relevant.
CBR-Studie für Straßenentwurf in Troisdorf: Tragfähigkeit planbar machen
CBR-Studie für Straßenentwurf in Troisdorf: Tragfähigkeit planbar machen
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18134
Probenahmetiefe Standard0,5–1,0 m unter Planum
Rasterabstand im Straßenbau25–50 m
Schlagzahl je Verdichtungslage3 × 56 Schläge
Wassergehaltsstufen5–7 (inkl. optimalem wₒₚₜ)
Dauer Regelprüfung (4 Stufen)4–5 Werktage
Mindest-CBR für Frostschutzschicht≥ 25 % (RStO)

Typische technische Herausforderungen in Troisdorf

Der teuerste Fehler im Straßenbau in Troisdorf ist die Annahme eines pauschalen CBR-Werts aus regionalen Karten. Die Geologische Karte NRW zeigt für die Siegniederung quartäre Lockergesteine – das reicht nicht. Wir sehen regelmäßig Ausschreibungen, die mit einem CBR von 12 % kalkulieren, und dann steht der Bagger in einer weichen Tonlinse mit CBR 3 %. Die Folgen: Die Frostschutzschicht muss doppelt so dick ausgeführt werden, oder es kommt zum Bodenaustausch, den niemand eingeplant hat. Nachforderungen, Bauzeitverzug, Nachtragsverhandlungen. Eine CBR-Studie für den Straßenentwurf mit 8–12 Prüfpunkten auf 500 m Trasse kostet einen Bruchteil davon und liefert die belastbare Grundlage für die Dimensionierung nach RStO. In Troisdorf kennen wir die kritischen Zonen entlang der alten Siegarme.

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Anwendbare Normen: DIN 18134, RStO 12, DIN EN 13286-47, ZTV E-StB 17

Unsere Leistungen

Unser Labor in der Region Köln/Bonn deckt die gesamte Kette vom Feldversuch bis zum Prüfbericht ab. Für Troisdorf und Umgebung bieten wir drei CBR-Leistungspakete an:

CBR-Basisstudie für Erschließungsstraßen

8–16 Probenpunkte, Probenahme mit Rammkernsonden, Prüfung bei 4 Wassergehalten. Ergebnisbericht mit CBR-Verlauf und Empfehlung zur Oberbauklasse.

CBR mit Frostsicherheitsnachweis

Zusätzlich zur CBR-Prüfung bestimmen wir die Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB. Relevant für alle Straßen in Troisdorf mit Frosteindringtiefen über 60 cm.

Qualitätskontrolle während der Bauphase

Nachweis des CBR-Werts an der eingebauten Frostschutzschicht. Prüfung am verdichteten Material, inklusive Plattendruckversuch zur Korrelation mit dem Verformungsmodul.

Gängige Fragen

Wie viele Proben brauche ich für eine 300 m lange Anliegerstraße in Troisdorf?

Nach RStO 12 empfehlen wir mindestens 8 Probenpunkte im Abstand von 35–40 m. Bei wechselnden Bodenverhältnissen – wie in der Siegniederung üblich – verdichten wir auf 25 m Abstand, also 12 Punkte. Entscheidend ist, dass der schwächste Punkt erfasst wird, nicht der Durchschnitt.

Was kostet eine CBR-Studie für den Straßenentwurf?

Eine Basisstudie mit 8 Proben und Prüfung nach DIN 18134 liegt zwischen €160 und €310 pro Probe, abhängig von der Anzahl der Wassergehaltsstufen und der Dokumentationstiefe. Das Gesamtpaket für 300 m Trasse inklusive Probenahme und Bericht bewegt sich üblicherweise im Bereich von €1.500 bis €3.000 netto.

Kann ich den CBR-Wert aus der Bodenansprache ableiten?

Nein. Die Bodenansprache nach DIN 4022 gibt Hinweise auf die Bodengruppe, aber nicht auf die Tragfähigkeit. Ein sandiger Kies mit 7 % Schluff kann CBR 40 % oder 12 % haben – das entscheidet der Feinkornanteil und die Lagerungsdichte. Nur die Laborprüfung mit definierter Verdichtung liefert den Wert, den die RStO für die Dimensionierung verlangt.

Welche CBR-Werte fordert die RStO für eine Busspur?

Für eine Busspur mit Belastungsklasse Bk3,2 fordert die RStO 12 auf dem Planum einen CBR-Wert von mindestens 15 %. Liegt der Wert darunter, sind Maßnahmen zur Tragfähigkeitserhöhung erforderlich: Bodenaustausch, Bodenverfestigung mit Bindemitteln oder eine dickere Frostschutzschicht. Wir quantifizieren den nötigen Mehraufwand direkt im Prüfbericht.

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