Ein Bauherr in Troisdorf-Mitte plante letztes Jahr eine Tiefgarage direkt am Terrassenhang zur Aggeraue. Die Baugrube stand, der Aushub lief. Dann kam ein Starkregenereignis, wie es im Rhein-Sieg-Kreis im Juli immer häufiger auftritt. Der Hang zeigte Risse. Wir wurden gerufen, um die Böschungsstabilitätsanalyse neu zu rechnen – diesmal mit den tatsächlichen Porenwasserdrücken aus dem gesättigten Feinsandhorizont. Das Ergebnis: Die ursprünglich geplante Neigung hielt dem Lastfall nicht stand. Mit einer abgestuften Stützmauer kombiniert mit einer Drainagebohrung haben wir den Hang gesichert, bevor die Fundamente betoniert wurden. In Troisdorf mit seinen 77.000 Einwohnern und der exponierten Lage zwischen Bergischem Land und Kölner Bucht sind solche Szenarien keine Seltenheit. Wer hier baut, braucht eine Böschungsstabilitätsanalyse, die das Mikroklima und die quartären Terrassensedimente der Agger kennt.
In Troisdorf entscheidet oft der Porenwasserdruck über die Standsicherheit – nicht die Geometrie.
Leistungsmerkmale in Troisdorf

Demonstration video
Typische technische Herausforderungen in Troisdorf
Viele Planer in der Region unterschätzen den Einfluss der Agger auf die Grundwasserstände. Bei Hochwasser steigt der Spiegel in den quartären Kiesen binnen Stunden um zwei Meter. Eine Böschungsstabilitätsanalyse, die nur den mittleren Grundwasserstand ansetzt, wird im Lastfall BS-A versagen. Wir sehen das regelmäßig bei älteren Bestandsböschungen an der Siegstraße. Die zweite Schwachstelle ist der Baugrubenverbund: Eine freie Böschung neben einer verankerten Spundwand verhält sich anders als das Rechenmodell glauben lässt. Der Erddruck auf die Wand verändert die Spannungsverteilung im Bodenkörper. Unsere Böschungsstabilitätsanalyse koppelt deshalb oft mit einem Verankerungskonzept für den rückwärtigen Halt. So vermeiden wir den progressiven Bruch, der mit einem Teilsicherheitsfaktor von 1,0 im Bestand oft nicht abgedeckt ist.
Unsere Leistungen
Wir bieten zwei Stufen der Böschungsstabilitätsanalyse an. Beide basieren auf einer projektspezifischen Baugrunderkundung in Troisdorf und werden durch unser akkreditiertes Labor nach ISO 17025 gestützt.
Vorplanung und Machbarkeitsstudie
Überschlägige Standsicherheit auf Basis von Archivdaten und geologischer Karte Troisdorf. Ergebnis ist ein qualitativer Nachweis mit Empfehlung für das Erkundungsprogramm.
Detaillierte Standsicherheitsberechnung
Vollständiger Nachweis nach EC7 mit labor- und feldbasierten Kennwerten. Inklusive Variation der Gleitkreise, Sensitivitätsanalyse des Grundwassers und geotechnischem Bericht.
Gängige Fragen
Welche Bodenkennwerte brauchen Sie für die Böschungsstabilitätsanalyse in Troisdorf?
Wir benötigen effektive Reibungswinkel und Kohäsion aus dem Triaxial- oder Rahmenscherversuch. Zusätzlich die Wichte unter Auftrieb und die Durchlässigkeit für die Sickerlinie.
Berechnen Sie auch Böschungen im Bestand?
Ja. Wir prüfen bestehende Dämme und Einschnitte auf Übereinstimmung mit der aktuellen DIN 4084. Oft zeigt sich, dass alte Böschungen die Teilsicherheiten von 1,25 für Kohäsion nicht einhalten.
Was kostet eine Böschungsstabilitätsanalyse in Troisdorf?
Für eine vollständige Analyse mit Baugrunderkundung und Laborversuchen liegen die Kosten je nach Umfang zwischen €1.260 und €4.120.
Welche Lastfälle sind für Troisdorf relevant?
Maßgebend ist meist der Lastfall BS-A mit außergewöhnlichem Hochwasser der Agger. Wir legen dabei den HQ100-Wasserstand zugrunde, der von der Bezirksregierung Köln veröffentlicht wird.